Wespenberater

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Kommt die Feuerwehr auch bei Hornissen, Wespen und Bienen?

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Nein, denn Hornissen, Wespen, Bienen und ähnliche Insekten, (sogenannte Hymenopteren) stellen keine Gefahr dar. Alle Hymenopteren können stechen. Dies ist zwar schmerzhaft, jedoch in der Regel nicht besonders gefährlich oder gar tödlich. Lediglich für Menschen mit Insektengiftallergie (2-3% der Bevölkerung) können Stiche schwerwiegende Folgen haben.

Hymenopteren üben eine wichtige Bestandsregelung bei Ernte- und Forstschädlingen aus und bestäuben zahlreiche Wild- und Kulturpflanzen. Hornissen und Wespen unterstehen als wildlebende Tiere dem Schutz der Bundes- und Landesartenschutzgesetze, eine Vielzahl von Arten sogar einem besonderen Schutz. Das heißt, ohne einen triftigen Grund dürfen Nester nicht entfernt werden. Bei der Umsiedelung oder gar Beseitigung eines Hornissen-, Wespen- oder Hummelnestes ist ein Antrag auf Befreiung von den artenschutzrechtlichen Verboten erforderlich.

Eine Gefahr durch Hymenopteren ist dann gegeben, wenn die Nutzer einer Einrichtung in ihrer Mobilität stark eingeschränkt sind und sich dadurch vor dem Insektenbefall nicht ausreichend schützen können. Dies ist z.B. in Krankenhäusern, Kindergärten und Altenheimen gegeben.
Hymenopteren leben nur wenige Monate (April – Oktober), daher kann man die Nester im Herbst problemlos entfernen, sie sind um diese Jahreszeit verlassen und stellen keine Gefahr mehr dar. Ein Umsetzen eines bewohnten Nestes oder Abtöten der Tiere darf nur durch besonders geschultes Personal oder einen Schädlingsbekämpfer erfolgen. Der Landkreis Emsland hat in Abstimmung mit den Gemeinden Wespenberater ausgebildet. Auch die FFS hat zwei ehrenamtliche Wespenberater. Wenn Sie der Meinung sind, dass ein Nest Sie gefährdet, wenden Sie sich an das Ordnungsamt der Gemeinde Salzbergen. Von hier werden die Wespenberater eingesetzt.

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