Einsätze 1881 – 2005

Einsätze in der 125-jährigen Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Salzbergen
(aufgezeichnet vom Schriftführer im Kommando, Ulrich Büers, im Jahr 2005)

Es soll hier mit Daten und kurzen Schilderungen versucht werden, den Mitmenschen einen Überblick mit einigen prägnanten Einsätzen der vergangenen 125 Jahre zu verschaffen.

August 1884
Brand des Wohnhauses des Kötters Puls bei dem Bauern Winter in Holsten

11.02.1885
Brand des Wohn- und Wirtschaftsgebäudes Vehring an der Ems. Durch den Einsatz der Wehr konnte das Feuer abgelöscht und einiges gerettet werden.

Oktober 1886
Der seiner Zeit mit einem Verwalter besetzte Hof des Bauern Schulte-Wess in Steide wurde durch ein Feuer völlig eingeäschert. Die herbeigerufene Wehr konnte lediglich das Vieh und einen Teil des Inventars retten.

Februar 1888
Das Wohnhaus Schulten im Lemkershook brannte komplett ab.

Juli 1889
Trotz großen Einsatzes der Salzbergener Wehr konnte das komplette Abbrennen des durch Blitzschlag getroffenen Wohnhauses der Familie Piepel – Veismann an der Rheiner Strasse nicht verhindert werden.

30.10.1890
Brand der Wohn- und Wirtschaftsgebäude des Bauern Seggering in Bexten. Durch den unerschrockenen Einsatz der Wehrmänner konnten verschiedene Einrichtungsgegenstände und Geräte gerettet werden.

27.01.1891
Einsatz der Wehr bei der großen Hochwasserkatastrophe durch Mithilfe bei der Räumung der durch Hochwasser bedrohten Häuser. Bei diesem Hochwasser wurde zum ersten Mal die Brücke abgetrieben.

14.10.1891
Einer der größten Brände, die Salzbergen bis dahin erleben musste. Durch Großeinsatz der FF Salzbergen in gemeinschaftlicher Löscharbeit mit der Werksfeuerwehr und anderen Wehren wurde der Grossbrand auf dem Ölwerk Lepenau & Co. gelöscht. 12 Stunden lang kämpften damals die Wehrmänner, um das Feuer endlich unter Kontrolle zu bekommen.

08.08.1894
Bekämpfung des Schadensfeuers beim Bauern Alfes in Bexten. Bedingt durch das mit Stroh gedeckte Dach griff das Feuer derart schnell um sich, dass durch die bald eintreffende Wehr nur noch wenige Geräte und einige Stück Vieh gerettet werden konnten.

Mai 1895
Trotz aller Bemühungen der Wehrmänner brannte das Wohnhaus Evers in Holsten total ab.

26.07.1896
Großeinsatz zur Verhinderung einer Brandkatastrophe in Salzbergen. Es brannte das Wohnhaus Möller-Lau und eine Scheune Osterlands. Außerdem hatte das Wohnhaus Wessels vorübergehend Feuer gefangen. Letzteres und die Scheune Osterland konnten durch den selbstlosen Einsatz aller Wehrmänner gerettet werden.

Februar 1897
Einsatz beim Brand des Wohnhauses Hatger in Hummeldorf.

Juni 1897
In gemeinschaftlicher Löscharbeit mit den Pflichtfeuerwehren aus Bentheim und Schüttorf wurde der Brand in der Schinkenräucherei Klümper in Schüttorf gelöscht.

Oktober 1897
Die Wehr wurde zur Bekämpfung des Wohnhausbrandes Diekmännken in Hummeldorf eingesetzt.

August 1899
Die Wehr wurde zum Brand des Wohnhauses Oldeweme nach Hummeldorf gerufen.

Dezember 1899
Brand in der Tischlerei Kaiser in der Bahnhofstrasse. Durch die klirrende Kälte wurden die Löscharbeiten erheblich beschwert. Trotzdem konnte das Feuer bald gelöscht und größerer Schaden vermieden werden.

Juni 1900
Einsatz beim Brand des Wohnhauses Bernhard Stein an der Steider Strasse; das Haus brannte vollkommen ab.

10.05.1903
Großeinsatz beim Brand der Wohnhäuser Woltermann und Borgmann sowie der Scheune des Bauern Hülmann in Bexten. Beide Wohnhäuser brannten bis auf die Grundmauern nieder. Die Scheune des Bauern Hülmann konnte jedoch abgelöscht werden.

Mai 1903
Das Wohnhaus des Bauern Hülsing in Holsten brannte völlig nieder. Die herbeigerufenen Wehrmitglieder konnten nur noch wenige Sachen retten.

06.12.1904
An diesem Nikolaustag wurde die Wehr nach Listrup gerufen. Dort brannte das große Wohn- und Wirtschaftsgebäude des Bauern Schulte-Einhaus. Allen Anstrengungen zum Trotz brannte das Anwesen komplett nieder.

Juli 1905
Durch Schadenfeuer wurde das Wohnhaus Bernhard Stein noch einmal teilweise vernichtet. Die herbeigerufene Wehr konnte den Großteil der Einrichtungsgegenstände retten und das Feuer löschen.

September 1911
Das Wohnhaus Holterhus in Holde geriet in Brand. Trotz des Eingreifens der Wehr brannte es vollkommen aus.

22.03.1913
Durch ein Großfeuer wurde der Besitz des Bauern Wessendorf völlig eingeäschert. Der Bruder des Hofbesitzers konnte von einem Feuerwehrmann aus dem brennenden Gebäude gerettet werden.

Mai 1913
Neben anderen Wehren der Nachbarschaft wurde auch die Freiwillige Feuerwehr Salzbergen zur Bekämpfung des „großen Waldbrandes“ in den Besitzungen der Bauern Schulte von Werde und Schulte-Einhaus in Listrup eingesetzt.

April 1914
Einsatz der Wehr bei einem neuerlichen Waldbrand in den Besitzungen des Bauern Schulte-Einhaus in Listrup.
August 1916
Das durch französische Kriegsgefangene angelegte Feuer in der Scheune des Bauern Borgmann in Bexten brannte die gesamte Scheune nieder. Durch die Wehrmänner konnte lediglich ein kleiner Teil der bereits eingefahrenen Ernte gerettet werden.

Januar 1919
Brand im Wolllager der Weberei und Spinnerei Overhues in Salzbergen. Durch die sofort herbeieilende Wehr konnte das Feuer bald gelöscht werden, wobei auch hier die herbe Frostperiode das Löschen erheblich erschwerte.

09.02.1919
Wohnhausbrand des Kötter Hermann Kunk in Steide.

Juni 1920
Abermaliges Feuer im Wolllager der Werberei und Spinnerei Overhues in Salzbergen, dass auch auf die angrenzenden Gebäude übergriff. Ein starker Sturm begünstigte hierbei die Ausbreitung des Brandes sehr stark. Nach über 12 Stunden konnte das Feuer jedoch unter Aufbietung aller Kräfte gelöscht werden. Es wurde derzeit erzählt, ein zur Mission in Salzbergen weilender Pater habe den „Wind gedreht“.

26.03.1926
Brand des Wirtschaftsgebäudes des Bauern B. Kaiser in Salzbergen. Durch den Einsatz der Wehr konnte größerer Schaden vermieden werden.

02.02.1927
Ein Dachstuhlbrand beim Friseurmeister Heinrich Dartmann konnte rechtzeitig gelöscht werden.

Mai 1929
Einsatz bei einem Waldbrand in den Besitzungen des Bauern Schulte von Werde.

07.05.1930
Außer dem Vieh konnte bei dem Wohnhausbrand Poggemann im Holde durch die Wehrmänner nichts gerettet werden.

16.05.1931
Durch Blitzschlag wurde das Wohnhaus Roling an der Steider Strasse völlig eingeäschert.

12.06.1932
Das Wohnhaus des Kötters Gerhard Kunk in Steide brannte abermals vollkommen ab.

13.07.1933
Einsatz der Wehr beim Brand des alten Backhauses auf dem Hofe des Bauern Schulte von Werde in Listrup. Die Wehr konnte nicht verhindern, dass der Dachstuhl komplett ein Raub der Flammen wurde.

20.01.1934
Die Wehr wurde eingesetzt, um die brennenden Wohn- und Wirtschaftsgebäude des Bauern Venbert in Holsten abzulöschen. Bei diesem Feuer konnte zum ersten Mal die neue Motorspritze eingesetzt werden.

16.10.1935
Die Wehr wurde alarmiert, da die Scheune des Bauern Grothues in Holsten brannte. Nur ein Teil der eingefahrenen Ernte konnte durch die Männer der Wehr dem Zugriff des Feuers entzogen werden.

Juni 1938
Abermaliger Einsatz bei einem Waldbrand in den Besitzungen des Bauern Schulte von Werde.

19.05.1940
Einsatz nach erfolgtem Bombenangriff auf Salzbergen. Ablöschen der brennenden Tankanlagen auf dem Ölwerk sowie der Wohn- und Wirtschaftsgebäude des Bauern Künnemann in Steide.

20.06.1940
Aufräumungsarbeiten nach erfolgtem Bombenangriff.

21.06.1941
Aufräumungsarbeiten nach erfolgtem Bombenangriff.

25.06.1941
Das durch Brandbomben in Brand geratene Wohnhaus des Bauern Hemelt in Mehringen wurde durch die Freiwilligen Feuerwehren Salzbergen und Emsbüren gelöscht. Ebenfalls konnte der Viehstall vor dem Übergriff des Feuers bewahrt werden.

01.07.1941
Zur Unterstützung der Fliegerhostfeuerwehr wurde die hiesige Wehr bei der Bekämpfung eines Waldbrandes beim Flugplatz eingesetzt.

01.07.1942
Von diesem Tage an hatte jeweils eine Gruppe der Hitlerjugend-Feuerwehrschar Bereitschaftsdienst. Damit war die Gewähr gegeben, dass Tag und Nacht bei einem Brand oder sonstigen Vorkommnissen die Wehr schnellstens zur Stelle war. Ebenfalls wurde von diesen Jugendlichen bei Stromabschaltungen der Fliegeralarm gegeben.

Mai 1943
Ablöschen eines im Bahnhof Salzbergen umgestürzten und in Brand geratenen Kesselwagens.

September 1943
Da in Nähe des Wohnhauses Tillar in Neu-Mehringen ein englischer Jäger abstürzte und beim Aufschlag in Brand geriet, musste von der Wehr der Feuerschutz für das Wohnhaus übernommen werden.

24.02.1944
Durch Bordwaffenbeschuss englischer Flieger gerieten die Scheunen oder Wohnhäuser der Bauern Brinker, Forstmann, Piepel und Vehr in Hummeldorf in Brand. Durch den Einsatz der Wehr mit Unterstützung der Nachbarn, konnten die Brände, bis auf den beim Bauern Forstmann, im Keime erstickt werden. Das Wohnhaus Forstmann brannte völlig nieder. Das Mobilar sowie das Vieh konnten jedoch gerettet werden.

06.05.1944
Einsatz nach erfolgtem Bombenangriff auf den Flugplatz in Plantlünne. Die entstandenen Brände an den Horstanlagen konnten in gemeinsamer Löscharbeit mit der Fliegerhorstwehr erfolgreich bekämpft werden.

26.08.1944
Bombenangriff auf den Ort Salzbergen und das Ölwerk. Unmittelbar nachdem die letzte Bombe gefallen war, konnte durch die diensthabende Gruppe der Einsatz gefahren werden. Zuerst ging es nach Piepel an der Rheiner Strasse, wo die unter den Trümmern verschütteten Hausbewohner geborgen wurden und von dort aus zum Ölwerk. Hier wurden die intensiven Löscharbeiten aufgenommen, die einen großen Anteil an der Erhaltung des Ölwerkes beitragen konnten.

09.09.1944
Einsatz nach erfolgtem Tieffliegerbeschuss in Salzbergen. Es brannte das Wohnhaus Robers an der Ahlder Strasse sowie eine Scheune vom Bauer Schulten im Lemkershook. Durch den tatkräftigen und schnellen Einsatz der Wehr konnten beide Brände in kurzer Zeit gelöscht werden.

10.10.1944
Der Brand bei dem Bauern Niehoff in Holsten, der durch Fliegerbeschuss entstanden war, konnte durch schnelles Handeln der Wehrmitglieder gelöscht und so der Hof vor der völligen Vernichtung bewahrt werden.

16.02.1945
Aufräumungsarbeiten nach erfolgtem Bombenangriff auf den Ort und das Ölwerk. Ablöschen der in Brand geratenen Scheune des Bauern Seggering auf Stovern.

06.03.1945
Einsatz nach erfolgtem Großangriff allierter Fliegerverbände auf den Ort und das Ölwerk. Bergung von Verschütteten, Verwundeten und Toten. Ablöschen der Brände Eden/Albers, Möller/Lammen und der Wintershall sowie Aufräumungsarbeiten im Ort.

06.02.1946
Einsatz bei der Hochwasser-Katastrophe in der Zeit vom 06. bis 08.02.1946. Die Wehrmänner wurden eingesetzt zur Räumung der vom Hochwasser bedrohten Gebäude.

15.01.1947
Während der Zeit vom 15. bis 17.01.1947 wurde die Wehr eingesetzt, um die gerade fertiggestellte Notbrücke über die Ems vor dem Abtrieb zu retten. Da sich jedoch eine derart dicke Eisdecke vor dem Jochen der Brücke aufgetürmt hatte, konnte die Brücke trotz aller Anstrengungen der Wehrmänner nicht gerettet werden.

06.02.1948
Bämpfung des Wohnhausbrandes des Bauern Karl Woltermann in Bexten. Durch den schnellen, tatkräftigen Einsatz der Wehrmänner konnte der brennende Dachstuhl schnell abgelöscht werden. So wurde das Wohngebäude vor der völligen Vernichtung gerettet.

17.04.1948
Durch die alarmierte Wehr konnte ein Waldbrand in der Nähe des Bauern Hemelt in Mehringen gelöscht werden. Die hiesige Wehr wurde hierzu von der Freiwilligen Feuerwehr Emsbüren angefordert.

30.09.1949
Ein in der Nähe der Gastwirtschaft August Stover, auf Stovern, in Brand geratener LKW, der mit Holz beladen war, konnte abgelöscht werden.

07.12.1949
Das Feuer in der Gastwirtschaft Meyer in Salzbergen konnte bald gelöscht werden. (Es brannte die Scheune des Gastwirtes.)

06.08.1950
Es brannte das Heuerhaus des Bauern Schulte-Wess/Kersting in Steide. Durch den Einsatz der Wehr konnte größerer Schaden verhindert werden.

12.12.1950
Das Doppelhaus Peter/Hüls an der Nordmeyerschen Mühle brannte trotz der Wehrmänner vollkommen aus. Es konnten jedoch einige Einrichtungsgegenstände vor den Flammen gerettet werden.

01.05.1951
Durch Wärme wurde die in der Nähe des ehemaligen Munitionslagers herumliegende Munition entzündet und entfachte einen Waldbrand, der jedoch schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte. Diese Art Einsätze in Munitionslagern waren immer mit besonders großen Gefahren verbunden, da durch die explodierenden Munitionsteile die Luft oft sehr „eisenhaltig“ war.

24.08.1951
Zur Unterstützung der FF Emsbüren wurde die hiesige Wehr nach Listrup zum Scheunenbrand beim Bauern Lohmöller gerufen. Mit vereinten Kräften konnte das Feuer bald gelöscht werden.

04.10.1951
Einsatz beim Brand des Wohnhauses des Bauern Dagge in Steide. Die Löscharbeiten waren aufgrund des Wassermangels nicht sehr erfolgreich. Das Vieh und die Einrichtung konnten jedoch geborgen werden.

20.03.1952
Nächtlicher Brandalarm durch einen Schuppenbrand bei B. Diekmännken an der Rheiner Strasse. Ein Übergreifen des Feuers auf das Wohnhaus konnte verhindert werden.

18.07.1952
Zimmerbrand beim Schneidermeister H. Röwer in Salzbergen. Der Brand konnte schnell gelöscht werden.

07.06.1953
Durch Funkenflug entstand an der Bahnstrecke Salzbergen-Rheine in Nähe der Gastwirtschaft „Frieden“ ein Waldbrand. Dieser konnte von der FF Salzbergen und der FF Rheine schnell unter Kontrolle gebracht und abgelöscht werden.

24.12.1953
Beim Anzünden der Kerzen eines Weihnachtsbaumes entstand in der Gastwirtschaft Bolte ein Zimmerbrand, der jedoch von den Bewohnern des Hauses vor eintreffen der Wehr gelöscht werden konnte.

12.04.1954
Eine große Scheune des Bauern Hatger in Hummeldorf war in Brand geraten. Die Wehrmänner konnten den Scheunenrand löschen sowie das in dieser Scheune untergebrachte Vieh retten. Eine Frau, die eine Notwohnung innerhalb dieses Gebäudes bewohnte, konnte durch die Wehrmänner aus der völlig verqualmten Unterkunft lebend gerettet werden.

08.05.1954
Die Wehr wurde alarmiert, um in gemeinschaftlicher Löscharbeit mit den Freiwilligen Feuerwehren aus Nordhorn und Emsbüren einen Waldbrand in Bernte zu bekämpfen.

15.08.1954
Katastropheneinsatz beim Hochwasser in Salzbergen. Die Wehr wurde zur Räumung der von Hochwasser bedrohten Häuser und zum Leerpumpen der vollgelaufenen Keller eingesetzt.

08.09.1955
Bekämpfung des Schadenfeuers beim Bauern Kittel in Hummeldorf. Durch den Einsatz des neuen Tanklöschfahrzeuges konnte der Großteil des Wohnhauses gerettet werden. Hier zeigten sich die enormen Vorzüge eines Tanklöschfahrzeuges.

Bis zu diesem Zeitpunkt wurde das Einsatzverzeichnis vom damaligen Schriftwart der Freiwilligen Feuerwehr Salzbergen, Eduard Eden, in seiner aus dem Jahre 1955 stammenden Chronik verfasst. Sein Verzeichnis begann er mit folgender Einleitung: An dieser Stelle darf auch mit Stolz daran erinnert werden, wie oft die Freiwillige Feuerwehr Salzbergen während der Zeit ihres Bestehens eingesetzt wurde. Leider lässt sich die ganz genaue Anzahl der Einsätze nicht mehr feststellen. Die hier aufgeführten Einsätze wurden entweder aus den noch vorhandenen Unterlagen entnommen oder aber nach Angaben der alten Mitglieder oder der vom Brand betroffenen Personen niedergeschrieben.

Die nächsten 25 Jahre Einsatzgeschehen wurden dann vom Kameraden Hermann Arens, der über 23 Jahre als Schriftwart dem Kommando der Freiwilligen Feuerwehr Salzbergen angehörte, zu Papier gebracht. Er begann sein Verzeichnis mit dieser Einleitung: Die folgenden Seiten sollen zeigen, wie oft und bei welchen Gelegenheiten die Freiwillige Feuerwehr Salzbergen währen der letzten 25 Jahre eingesetzt wurde. Die Übersicht erklärt, warum des Beiwort „Mädchen für Alles“ für die Feuerwehr kein leeres Gerede ist und sie mit Stolz erfüllen darf.

30.03.1956
Durch Funkenflug entstand an der Bundesbahnstrecke Salzbergen – Leschede ein Waldbrand, der innerhalb kurzer Zeit gelöscht werden konnte.

12.04.1955
7.000 DM Schaden entstand bei einem Waldbrand in der Nähe der Gastwirtschaft „Frieden“. Die FF Salzbergen leistete 60 Brandeinsatzstunden.

25.05.1957
Unterholzbrand im ehemaligen Munitionslager durch Selbstentzündung alter Munition.

15.06.1957
Bekämpfung eines Waldbrandes in der Nähe der Ziegelei.

28.01.1958
Bei einem vermutlich durch Brandstiftung verursachten Schadensfeuer auf dem Hofe Forstmann in Hummeldorf fielen dem Brand auch landwirtschaftliche Geräte zum Opfer. Der geschätzte Schaden belief sich auf ca. 25.000 DM. Ein Übergreifen des Feuers auf das Wohnhaus konnte verhindert werden.

30.06.1959
Ca. 35.000,- DM Schaden entstand beim Brand eines Wirtschaftsgebäudes des Bauern Künnemann in Steide. Die Bewohner des Hauses hatten zur Zeit des Alarmierens der Wehr durch einen Nachbarn noch nichts bemerkt. Die TS 8 musste ca. 25 m in das morastige Keienvenn getragen werden, um die Wasserversorgung sicher zu stellen. Der Feuerwehrmann G. Diekmännken fiel, durch die starke Rauentwicklung in der Sicht behindert, durch die offene Bodenluke auf die Diele. Mit Platzwunden im Gesicht und einer Halswirbelzerrung wurde er ins Matthias-Spital in Rheine eingewiesen. Besonders sei vermerkt, dass die Gemeinde den beteiligten Löschmannschaften Verpflegung und Erfrischungen verabreichen ließ.

08.07.1959
Die Wehr wurde vom Kreisbrandmeister aufgefordert, nur mit dem Tanklöschfahrzeug die Wehren Lingen, Emsbüren und Bramsche bei der Bekämpfung des Waldbrandes in Helschen-Hesselte zu helfen. Es brannten etwa 10 ha Wald.

24.05.1959
In der Zeit vom 24.05. bis zum 30.07.1959 wurden insgesamt 242 Fahrten von Salzbergen nach Listrup und zurück durchgeführt und insgesamt 726 cbm Trinkwasser nach Salzbergen befördert. Zahlreiche Brunnen waren durch die lange Trockenperiode versiegt. Für den Verdienstausfall ersatattete die Gemeinde derzeit 1,- DM pro Mann und Stunde.

28.08.1959
Auf 300 m Länge brannte eine Wallhecke am Keienvenn. Nach vier Stunden war das Feuer gelöscht.

August 1959
Im Monat August wurden wiederum in 88 Fahrten 264 cbm Trinkwasser gefahren. Im September waren es 666 cbm in 222 Fahrten.

10.12.1959
Die FF wurde durch den KBM Henrichmann alarmiert, da auf dem Dortmund-Ems-Kanal ein Motorschiff zu versinken drohte. Beim Eintreffen der Wehren hatte das Schiff, dass mit 350 T Weizen beladen war, bereits 1,50 m Wasserstand. Nach der Installation von Wasserpumpen konnte das Schiff die Fahrt nach Rheine fortsetzen und bei ständigem Pumpen unter der Aufsicht von Wehrmännern konnten noch 250 T trocken entladen werden. Die mitfahrenden Kameraden hatten 24 Stunden Einsatzzeit hinter sich.

November 1959
In den Monaten November, Dezember 1959 und Januar 1960 wurden wieder insgesamt 225 „Wasserfahrten“ übernommen bei denen 675 cbm Trinkwasser abgeliefert werden konnten.

25.02.1960
Hilfeleistung bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundestrasse 65. Eine schwer verletzte Frau musste aus den Trümmern ihres PKW befreit werden.

Februar 1960
In der Zeit vom 01.02. bis 05.08.1960 (Ende der Wasserfahrten) wurden noch einmal 162 cbm Trinkwasser nach Salzbergen befördert. Damit betrug die Gesamt-Fördermenge in der Zeit vom 24.05.1959 bis zum 05.08.1960 insgesamt 3.123.000 Liter. Dafür wurden 2050 Arbeitsstunden erbracht.

06.-08.12.60
Durch die Gemeindeverwaltung und die Ortspolizeibehörde wurde die Wehr zu Hilfeleistungen bei der Räumung von Wohnungen auf Grund des Hochwasser der Ems aufgerufen. In ununterbrochenem Einsatz wurden Mensch und Vieh in Sicherheit gebracht, Dämme zur Abwehr des Wasser hergestellt, Keller ausgepumpt und beschädigte Häuser durch Abstützungen vor dem Einsturz gerettet. In diesen Tagen und Nächten wurden 604 Std. abgeleistet.

14.12.1960
Explosion eines Rohöl-Tanks in der Erdöl-Raffinerie. Da durch die Wucht der Explosion die stationäre Schaumlöschleitung des Tankes ausfiel, standen die Wehrmänner vor der schwierigen Aufgabe, dem wütenden Feuer mit Schaumlöschkanonen zu Leibe zu rücken. Innerhalb einer halben Stunde waren die Freiwilligen und die Werksfeuerwehr Herr der Lage.

16.12.1960
Brand der Möbeltischlerei Mülder. In 2,5 Stunden war das Feuer gelöscht und bei einem Schaden von etwa 10.000 DM Werte in Höhe von ca. 30.000 DM erhalten.

29.03.1961
Brand eines Bitumentankes bei der Erdölraffinerie.

21.08.1961
Suche nach einem vermissten 18-jährigen Jugendlichen auf Anforderung durch die örtliche Polizeibehörde.

10.07.1962
In Hummeldorf war gegen 19.30 Uhr infolge eines Blitzschlages der Dachstuhl des Wohn- und Wirtschaftsgebäudes des Landwirtes Gerhard Poggemann im Holde in Brand geraten. Nachdem der Brand der Tanklöschfahrzeuge schnell unter Kontrolle gebracht war, dauerten die Aufräumarbeiten bis 23.20 Uhr.

22.09.1962
Brand der Auto-Reparaturwerkstatt Rothkötter.

10.03.1963
Infolge des eingetretenen Tauwetters wurden Hofgelände und Stallungen des Bauern Kurmann in Holsten überschwemmt. Das Wasser wurde abgepumpt.

28.04.1963
Schwerer Verkehrunfall auf der Bundesstrasse 65. Die Freiwillige Feuerwehr leistete Hilfe bei der Bergung der Toten und bei der Verkehrsregelung.

31.07.1963
Wohnhausbrand Wargers in Hummeldorf.

29.09.1963
Brand im Fachwerkschuppen des Bauern Kurmann in Holsten.

25.11.1963
Schadensfeuer im Wagenschuppen Hallmeyer. Innerhalb einer halben Stunde konnte das Feuer gelöscht werden.

08.03.1964
Flächenbrand an der Wohnbaracke Moschner.

11.03.1964
Brand eines Traktors des Lohnunternehmers Bernhard Schroer in Listrup.

08.07.1964
Wohnhausbrand des K. Saathoff in Steide.

02.09.1964
Brand der Deponie der Erdölraffinerie.

03.09.1964
Brand der Deponie der Erdölraffinerie.

24.04.1965
Ried-Brand im Keienvenn.

17.08.1965
Brand einer offenen Feldscheune auf dem Gut Stovern. Besitzer: Baron Freiherr von Twickel.

14.08.1966
Sturmschäden-Beseitigung auf dem Schümerschen Damm.

22.08.1966
Bergung eines Toten nach einem Verkehrsunfall.

13.08.1967
Reinigung der B 65 nach einem Verkehrsunfall.

17.10.1967
Beseitigung von Straßenhindernissen nach einem Verkehrsunfall.

28.01.1968
Brandbekämpfung nach einer Explosion bei der Erdölraffinerie.

21.03.1968
Brand des Wohn-, Wirtschafts- und Stallgebäudes des Gutshofes Weddige, Holsterfeld. In Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Rheine wurde der Brand gelöscht.

09.04.1968
PKW-Brand an der Neuenkirchener Straße.

20.04.1968
Brand einer Scheune des Bauern Kamping in Listrup

31.08.1968
Abpumpen von Wasser bei der Überflutung des Bahnunterführung.

05.10.1968
Durch Manöver verschmutzte Strasse gesäubert.

03.08.1969
Spülung des Umschlagbeckens im Lemkerhook.

03.09.1969
Brand eines Baustellen-Wagens auf dem Gelände der Erdölraffinerie.

16.09.1969
Großfeuer nach einem Frontal-Zusammenstoß zweier Tank-Güterzüge. Gegen 22.14 Uhr erfolgte die Alarmierung. Ein Tankwagen mit 60.000 Liter Superbenzin explodierte sofort. Das gesamte Bahngelände verwandelte sich innerhalb von Sekunden in ein Flammenmeer. Das Stellwerk brannte völlig aus und zwei Wohnhäuser wurden erheblich beschädigt. Der Gesamtschaden wurde derzeit auf über 500.000 DM geschätzt. Der Einsatz konnte erst am 22.09.1969 um 9.00 Uhr abgeschlossen werden. Die Freiwilligen der Salzbergener Wehr verrichteten hierbei über 600 Einsatzstunden. Nachbarschaftliche Hilfe erfuhr man hierbei zudem von den Wehren aus Rheine, Schüttorf und Lingen sowie der Flugplatzfeuerwehr Bentlage.

07.01.1970
Brand einer Feldscheune in Mehringen.

27.02.1971
Brand eines Wohnwagens am Kriegerdenkmal.

13.08.1971
Brandschutz bei der Sprengung einer Bombe.

10.01.1972
Kellerbrand in der Wohnung der Familie Vehr an der Bahnhofstraße.

18.03.1972
Flächenbrand am Keienvenn.

17.06.1972
Brand der Destillationsanlage der Erdölraffinerie.

13.11.1972
Beseitigung von Sturmschäden.

13.12.1972
Scheunenbrand bei Lölver in Steide.

26.05.1973
Brand einer Wohnbaracke in Holsten. Es konnte nur noch der umliegende Waldbestand geschützt werden.

21.08.1973
Waldbrand in Listrup.

31.12.1973
Suchaktion nach einem vermissten Jugendlichen. (ohne Erfolg)

22.04.1974
Waldbrand in Holsten.

26.06.1974
Brand in den Fabrikationsräumen der Firma Cruse in der Gartenstrasse.

10.08.1974
Brand eines mobilen Verkaufsstandes an der Steider Straße.

04.05.1975
Brand eines Haus-Anbaus in Hummeldorf.

27.05.1975
Fällen von Bäumen an der Pfarrkiche St. Cyriakus.

04.07.1975
Brand der Müllkippe in Rheine.

07.08.1975
Waldbrand an der Straße Holsten/Listrup.

12.08.1975
Bergung eines verunglückten PKW.

03.12.1975
Nachbarschaftliche Löschhilfe beim Brand einer Tischler-Werkstatt in Emsbüren.

03.01.1976
Sturmschäden-Beseitigung auf der L 69 in Holsten und an der Kirche.

18.06.1976
Waldbrand am Haddorfer See.

07.07.1976
Brand an der Schleuse in Listrup.

05.-09.07.1976
Beim Großbrand im Elbergener Moor waren 19 Aktive der FF Salzbergen mit insgesamt 504 Stunden beim Löscheinsatz beteiligt.

10.08.1976
Brand eines Mähdreschers in Steide.

14.06.1977
Dachstuhlbrand im Hause Stecking – Effner an der Steider Straße.

28.08.1977
Dachstuhlbrand im Hause Kostka, Nepomukweg.

16.06.1978
Nachbarschaftliche Löschhilfe beim Brand eines Wirtschaftsgebäudes auf dem Hofe Wintels in Ahlde.

15.08.1978
Brandschutz nach nicht genehmigter Strohverbrennung beim Bauern Leifker in Landersum.

07.01.1979
Tierrettung auf der plötzlich zugefrorenen Ems.

16.03.1979
Nachbarschaftliche Löschhilfe beim Brand eines Kinos in der Innenstadt von Lingen.

17.03.1979
Verkehrsregelung und Aufräumarbeiten an der B 65 nach einem Massenunfall.

09.05.1979
Großbrand auf dem Hofe Hermeling in Holsten. 41 Wehrmänner waren über 130 Stunden im Einsatz, um Mensch und Vieh zu retten und die immer wieder aufflammenden Heu- und Strohmengen zu löschen.

15.09.1979
Brand an der Entparaffinierung der Erdölraffinerie. Hier war das Tro LF 4000 von großen Nutzen und ermöglichte einen schnellen Löscherfolg.

10.11.1979
Brand der LKW-Garage Wilken an der Schüttorfer Straße.

26.02.1980
Hilfeleistung bei der Aufstellung der Strahlermasten für die Flutlicht-Anlage auf dem Sportplatz an der Ahlder Strasse mit der 18m Drehleiter.

16.04.1980
Brand eines Wirtschaftsgebäudes bei Sobing in Holsten.

26.04.1980
Scheunenbrand auf Gut Gescher, Holsterfeld.

13.05.1980
Waldbrand in Höhe des Hofes Schulte van Werde in Listrup.

27.05.1980
Brand einer Scheune auf dem Gut Holsterfeld. Trotz der Zusammenarbeit der Freiwilligen Feuerwehren aus Salzbergen, Spelle und Rheine, konnte der Verlust von 17 Bullen nicht verhindert werden.

10.07.1980
Anlässlich des Hochwasser, verursacht durch starke, lang anhaltende Regenfälle, war die Freiwillige Feuerwehr Salzbergen bis zu 18 Stunden ununterbrochen im Einsatz. Viele Keller mussten ausgepumpt, Wohnungen geräumt und Straßen von den Wassermassen befreit werden.

17.10.1980
Bergung eines Motorbootes auf der Ems, dass durch Hochwasser abzutreiben drohte.

19.02.1981
Absperrungsarbeiten bei der Sprengung einer Bombe an der alten Ziegelei.

24.02.1981
Absperrungsarbeiten bei der Entschärfung einer Bombe an der Gerhard-Hauptmann-Straße.

24.03.1981
Brand im Sägewerk Evers an der Nordmeyerstrasse.

11.07.1981
Hochwasser im Ortskern und Lemkershook.

07.08.1981
Brand bei Familie Konermann in Holsten.

25.04.1982
Schwerer Verkehrunfall auf dem Bextener Esch. 4 verletzte Personen, 2 davon im Fahrzeug eingeklemmt. (Rettungschere war derzeit noch nicht vorh.)

27.06.1982
Brandeinsatz alte Schule in Hummeldorf.

14.07.1982
Waldbrand auf dem Grundstück des ehemaligen Munitionslagers an der Neuenkirchener Strasse. Mehrere Explosionen, durch Munitionsteile verursacht, erschwerten die nicht ungefährlichen Löscharbeiten.

04.08.1982
Brand beim Bauern Allering an der Mehringer Strasse.

02.06.1983
Dachstuhlbrand bei B. Altevolmer an der Rheiner Strasse.

18.08.1983
Absicherung bei einer Bombenentschärfung am Pappelweg.

19.09.1983
Schwerer Verkehrunfall auf dem Neuenkirchener Damm. Ein Kranwagen vom Niederländischen Militär war eine 4 Meter hohe Böschung hinab gestürzt. Ein Soldat konnte nur tot aus dem Fahrzeug geborgen werden.

21.09.1983
Verkehrsunfall auf der B 70. Ein Niederländischer Militär-LKW war mit einem LKW der LFZ Lingen kollidiert. Einsatzzeit: über 100 Std.

26.03.1984
Brand eines Backofens in der Bäckerei des damaligen Gemeindebrandmeisters Bernhard Puls.

28.04.1984
Großer Böschungsbrand am Bahndamm Neumehringen-Mehringen. Hier waren 46 Aktive insgesamt 136 Stunden im Einsatz.

24.06.1984
Brand des Wohnhauses Venbert am Kreyenweg.

10.07.1984
Ein schwerer Sturm wütete an diesem Tag gegen 22.00 Uhr über Salzbergen. Über 10 Tage hatten die Aktiven der FF Salzbergen mit der Beseitigung der durch diesen Sturm entstandenen Schäden zu tun. An diesen Tagen und Nächten wurden weit über 700 Stunden Einsatzdienst geleistet. In diesem Jahr kam man auf eine Anzahl von insgesamt 41 Einsätzen für die Beseitigung von Sturmschäden.

24.08.1984
Nachbarschaftliche Löschhilfe beim Brand des Sägewerkes Rothkötter in Emsbüren. Die Wehr aus Salzbergen war über 5 Stunden mit 37 Aktiven im Einsatz.

28.02.1985
Großeinsatz beim Brand des Labors bei der Erdölraffinerie. Die Freiwilligen Feurwehren Rheine und Salzbergen sowie die Werksfeuerwehr der Wintershall AG waren mit über 60 Wehrmänner im Einsatz der sich über 7 Stunden erstreckte. Es wurden über 500.000 l Löschwasser, 2.500 l Schaummittel und über 4.000 kg Trockenpulver eingesetzt. Der Brandschaden wurde derzeit auf über 800.000 DM geschätzt. Personen kamen Dank des schnellen und massiven Eingreifens der Wehren nicht zu Schaden.

01.11.1985
Bei einer Großveranstaltung der Gemeinde in der Emshalle (NDR-Fete) wurde die Brandwache und der Ordnungsdienst durch die Aktiven der FF Salzbergen gestellt. Während der 8 Stunden dauernden Veranstaltung waren insgesamt 36 Aktive vor Ort.

20.02.1986
Absperrungsarbeiten beim Entschärfen einer Bombe an der Gerhart-Hauptmann-Strasse.

27.02.1986
Wiederum mussten nach dem Fund einer weiteren Bombe an der gleichen Strasse Absperrungsarbeiten verrichtet werden.

03.08.1986
Waldbrand auf dem Gelände der Familie Schulte von Werde in Bexten.

06.09.1986
Schwerer Verkehrsunfall mit einem Toten und 3 Verletzten auf der B 65-Öchtel.

19.09.1986
Großbrand auf der HR-1–Anlage der Erdölraffinerie. Hier waren 29 Aktive in der Zeit von 5.00 Uhr bis 8.00 Uhr morgens im Einsatz.

20.09.1986
Wiederum Großbrand auf dem Gelände der Erdölraffinerie. Dieses mal betraf es die HR-2-Anlage. Es waren 34 Aktive der FF Salzbergen in der Zeit von 23.00 Uhr bis 1.00 Uhr Nachts im Einsatz.

20.03.1987
Schwelbrand im Keller des Hauses Lammen an der Emsstrasse, entstanden durch Schweißarbeiten am Heizöltank.

29.04.1987
Brand einer Scheune beim Bauern Borgmann in Bexten. 37 Aktive der FF Salzbergen waren bei diesem Einsatz insgesamt über 444 Stunden vor Ort.

Seinen ausführlichen „Jahresbericht 1988“ beginnt der damalige Schrift Hermann Arens mit folgendem Vorwort: Der Begriff „Feuerwehr“ ist in seiner wörtlichen Bedeutung heute nicht mehr zutreffend. Die Realitäten des alltäglichen Lebens bescheren den Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr eine ständig wechselnde Palette von stets verschiedenen Situationen. Dabei stehen die Hilfeleistungen aller Art im Jahre 1980 zu den Brandeinsätzen im Verhältnis von 1 : 20. Zur Durchführung dieser verschiedenartigsten Aufgaben stehen den Wehrmännern viele technische Geräte zur Verfügung, dessen Umgang ständig intensiv geübt und verbessert werden muss. Daher ist eine solide Ausrüstung und Ausbildung nötig, die letztendlich allen Menschen zugute kommt, die die Hilfe der Feuerwehr benötigen.

01.03.1988
Absicherungsarbeiten anlässlich der Sprengung einer gefunden Bombe aus dem 2. Weltkrieg auf Gut Stovern.

09.04.1988
Absperrungsarbeiten anlässlich der Niedersachsen-Radrundfahrt, die an diesem Tage den Ortskern von Salzbergen passierte.

23.06.1988
Schwerer Verkehrsunfall auf der Bundesstrasse 65 mit einer eingeklemmten Person. Über 4 Stunden dauerten die Rettungsarbeiten sowie das Ausleuchten der Unfallstelle.

27.06.1988
Nachbarschaftliche Löschhilfe beim Brand des Bauernhofes Beestermöller in Listrup. Hier waren 20 Aktive der FF Salzbergen je über 4 Stunden im Löscheinsatz.

19.10.1988
Brand auf der HR-1-Anlage der Erdölraffinerie. Ausströmender Wasserstoff hatte sich aus einer undichten Leitung entzündet. Zum Schutz der umliegenden Anlagen wurden die Aktiven der Wehr mit einem Kühlwasserangriff mit dem TLF 24/50 beauftragt. Das Feuer konnte nach 15 Min. gelöscht werden.

03.03.1989
In dieser Freitag Nacht brannte ein Imbiss an der B65-Brücke. Beim Eintreffen der FF Salzbergen brannte das Gebäude bereits in voller Ausdehnung. Der Sachschaden wurde auf 40.000 DM geschätzt.

10.04.1989
Chemie – Unfall in der Firma SSB, Neuenkirchener Strasse. Seitens der FF Salzbergen waren 24 Aktive jeweils über 6 Stunden im Einsatz. Aufgrund der unklaren Lage wurden der Gerätewagen Umwelt aus Lingen und der ABC-Zug aus Bawinkel angefordert, um Messungen vor Ort durchzuführen. Als Unfallursache wurde eine Verbindung des Stoffes Eisen III-Chlorid mit einem unbekannten Stoff festgestellt, die schließlich eine Verpuffung verursachte. Die Zahl der Unfallopfer wurde mit 10 Personen beziffert.

09.05.1989
Gegen 23.30 Uhr wurde die Wehr zu einem Feuer am Alten Postweg gerufen. Dort brannte ein Maststall in voller Ausdehnung. 15 Mastbullen verendeten in den Flammen. 3 Kühe und 3 Kälber konnten von den Wehrmännern vor den Flammen gerettet werden. Der Schaden wurde auf runde 60.000 DM geschätzt. 35 Feuerwehrmänner aus Salzbergen waren mit 5 Fahrzeugen im Einsatz.

25.09.1989
Schwerer Verkehrsunfall auf der B 65 mit 2 eingeklemmten Personen. Beide konnten lebend aus den Fahrzeugen befreit werden.

16.11.1989
Ein mit rund 25 Tonnen Sonnenblumenöl beladener LKW war in einem Graben neben der B 65 zwischen Salzbergen und Schüttorf gekippt. Die FF Salzbergen sicherte die Unfallstelle ab. Das Fahrzeug konnte erst am nächsten Tag geborgen werden.

25.01.1990
Über 9 Stunden waren 26 Aktive der Wehr aus Salzbergen an diesem Tage im Einsatz um die Schäden, die ein schwerer Sturm verursacht hatte so gut wie möglich zu beseitigen.

26.03.1990
Auf dem Neuenkirchener Damm kollidierte ein LKW mit 2 PKW. Der LKW durchbrach dabei die Leitplanken und stürzte die Böschung hinab. Es entstand ein Sachschaden in fünfstelliger Höhe. Eine PKW-Insassin wurde leicht verletzt. Bei diesem Einsatz waren 25 Aktive über 6 Stunden im Einsatz.

11.09.1990
Brand einer Scheune bei der Familie Brink an der Mehringer Strasse. 20 Wehrmänner waren jeweils über 5 Stunden im Brandeinsatz.

28.10.1990
Fünf Schwerverletzte forderte ein schwerer Verkehrsunfall gegen 19.00 Uhr auf der B65 in Salzbergen. Eine Person konnte leicht verletzt gerettet werden. Der Sachschaden wurde auf etwa 25.000 DM geschätzt. Die FF Salzbergen war mit 24 Aktiven vor Ort und war mit den Bergungsarbeiten und dem ausleuchten der Unfallstelle über 3 Stunden im Einsatz.

30.10.1990
„Jetzt reicht es!“ – So kommentierte ein Polizeibeamter an diesem Morgen gegen 9.00 Uhr einen weiteren schweren Verkehrsunfall auf der B 65. Ein Sattelzug war mit einem niederländischen LKW zusammengeprallt. Der Fahrer des Sattelzuges wurde bei dem Zusammenstoß im Führerhaus eingeklemmt, konnte jedoch von der FF Salzbergen befreit werden und wurde mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gefahren. Den Sachschaden bezifferte die Polizei nach ersten Schätzungen auf rund 100.000 DM. An diesen beiden Tagen wurden somit 2 weitere traurige Kapitel in der langen Unfallstatistik dieser Strecke geschrieben.

01.04.1991
Die Wohnungseinrichtung wurde in dieser Nacht zum Ostermontag durch ein Feuer in einem Einfamilienhaus in Hummeldorf zum erhebliche Teil vernichtet. Die alarmierten Feuerwehrleute konnten den Brand schnell unter Kontrolle bringen und somit verhindern, dass am Gebäude größerer Schaden entstand. Da bei Eintreffen der Wehr nicht bekannt war, ob sich noch Personen in den Räumen befanden, wurden alle Räume unter Einsatz von schwerem Atemschutz abgesucht. Glücklicherweise waren die Bewohner jedoch nicht im Haus.

07.07.1991
Bei einem Brand der Mülldeponie in Hummeldorf waren 12 Aktive der Wehr jeweils über 7 Stunden im Einsatz.

13.08.1991
Gegen 1.30 Uhr wurde die FF Salzbergen alarmiert. Bei dem Wohnhaus mit Anbau auf dem Hofe Kittel an der Rheiner Strasse brannten beide Dachstühle. Die 44 ausgerückten Aktiven erbrachten bei den Löscharbeiten über 350 Einsatzstunden.

14.09.1991
Ein Brand einer Gasleitung in der HR-Anlage auf der Erdölraffinerie konnte von den Angehörigen der Werksfeuerwehr und den 30 Aktiven der FF Salzbergen schnell unter Kontrolle gebracht werden.

02.06.1992
Brand im Maschinenraum einer E-Lok auf dem Bahnhof in Salzbergen. Die 18 Aktiven der Wehr konnten das Feuer relativ schnell unter Kontrolle bringen. Die Nachlöscharbeiten dauerten jedoch noch insgesamt 3 Stunden.

17.08.1992
Nachbarschaftliche Löschhilfe beim Brand eines Bauernhofes in Landersum. Doch auch mit Hilfe der angeforderten Verstärkung aus Rheine, Wettringen und Salzbergen konnten die Neuenkirchener Feuerwehrleute das Wohnhaus und die Stallungen nicht mehr retten. Diese brannten bis auf die Grundmauern nieder. Der Sachschaden betrug mehrere 100.000 DM.

31.08.1992
Wie durch ein Wunder gab es nach einem Unfall, den ein „Geisterfahrer“ gegen 18.00 Uhr auf der BAB 30 zwischen den Anschlussstellen Rheine-Nord und Schüttorf verursachte, keine Menschenleben zu beklagen. Der Autofahrer prallte mit einem LKW zusammen, der sich auf der Überholspur befand. Der PKW des Unfallverursachers wurde dabei regelrecht zerfetzt, der Fahrer erlitt dabei nur leichte Verletzungen. Bei dem umgestürzten LKW konnte der auslaufende Dieselkraftstoff von den Akiven der FF Salzbergen aufgefangen werden. Somit konnte verhindert werden, dass schätzungsweise 350 Liter ins Erdreich eindrangen.

28.04.1993
Waldbrand am Grünen Weg auf Gut Stovern. Das Feuer konnte von den 31 Aktiven der Salzbergener Wehr schnell unter Kontrolle gebracht werden. Die Löscharbeiten dauerten insgesamt 3 Stunden.

26.08.1993
Bei einem Brand von Strohballen auf dem Öchtel in Steide waren 21 Wehrmänner jeweils über 6 Stunden mit Löscharbeiten beschäftigt.

03./04.10.93
Nach Überschwemmungen wurden die Aktiven an diesen Tagen zu über 20 Einsätzen mit Auspumpen und Lenzen von Kelleräumen und Kanalisationen alarmiert.

28.10.1993
Eine Maismühle, die auf einem Acker am Schümerdamm stand, wurde an diesem Tag ein Raub der Flammen. Möglicherweise hatte eine technischer Defekt das Feuer verursacht. Die Feuerwehr Salzbergen konnte das Feuer mit Schaum ersticken.

1994
Die Gemeinde Salzbergen, mit den Ortsteilen Holsten-Bexten, Hummeldorf und Steide zählte mittlerweile knapp 7.000 Einwohner auf einer Fäche von über 5.4000 ha. Mit B 70, L69, L39 (B65) 4 Kreisstrassen und der BAB 30 (E 30) bestand Anschluss an der nationalen und internationalen Straßenverkehr. In den neu erschlossenen Industrie- und Gewerbegebieten hatten sich derzeit bereits viele Firmen der Textil-, Metall, Elektromotoren- und Antriebstechnik und Kunststoffbranche sowie mehrere Unternehmen des Handels und Dienstleistungssektors angesiedelt. Trotz des somit ständig steigenden Gefahrenpotentials und der wachsenden Arbeitsbelastung konnte die Freiwillige Feuerwehr Salzbergen allen den in sie gestellten Anforderungen gerecht werden. Umfangreiches Gerät stand der Wehr dafür zur Verfügung. Doch um auch im Einsatzfall eine sichere Handhabung dieser Ausrüstung gewährleisten zu können, bedarf es unerlässlicher Ausbildung und Übung, welche zu den wichtigsten Aufgaben der Wehr gehören. Im Jahre 1994 wurde die Feuerwehr Salzbergen zu insgesamt 18 Brandeinsätzen und 65 technischen Hilfeleistungen, also zu insgesamt 83 Einsätzen gerufen. Hier werden, wie auch aus den voraus gegangenen Jahren, jeweils nur einige Einsätze aus den jeweils betreffenden Jahren in chronologischer Reihenfolge beschrieben, um einen kleinen Überblick über die Vielschichtigkeit des Einsatzgeschehens der Wehr zu verschaffen.

11.01.1994
Gegen 12.10 erreichte die Feuerwehr in Salzbergen eine Feuermeldung über die Kreisleitstelle. Nur sechs Minuten später waren die Löschfahrzeuge und 18 Wehrleute in Hummeldorf vor Ort, um diesen Brand zu löschen. Die schwere Rauchentwicklung erschwerte die Löscharbeiten. Für 2 Bewohner des Hauses kam leider jede Hilfe zu spät.

02.02.1994
Durch einen Reifenbrand kam es zu einem Unfall eines LKW auf der BAB 30 zwischen Schüttorf und Salzbergen. Die Flammen konnten in kurzer Zeit gelöscht werden. Mehr Sorgen machte zunächst der Inhalt des umgestürzten LKW-Aufliegers: PVC-Granulat entströmte in großer Menge einem riesigem Loch. Etwa 8 Tonnen der körnigen Substanz landeten auf der Fahrbahn. Dieses PVC-Granulat hatte sich durch die Hitze der Flammen in Chlorwasserstoff verwandelt. Als die Substanz mit dem Löschwasser in Berührung kam, entstand verdünnte Salzsäure. So musste eine Schicht des verseuchten Erdreichs abgetragen werden. Mehrere Stunden war somit die Autobahn Richtung Osnabrück nur einspurig befahrbar. Über sieben Stunden waren die 18 Aktiven der FF Salzbergen vor Ort.

13.04.1994
Tierrettung auf dem Hofe Brinker in Hummeldorf. Eine Kuh war in eine Gülle-Grube gestürzt und konnte durch die Wehrleute aus dieser misslichen Situation gerettet werden.

20.05.1994
5 Sunden Absperrungsarbeiten bei der Entschärfung einer 5-Zentner-Bombe an der Wessendorfstrasse unweit des Feuerwehr-Gerätehauses.

28.08.1994
Gegen 2.30 Uhr wurde die FF Salzbergen zu einem schweren LKW-Unfall auf BAB 30 unweit der Auffahrt Rheine-Nord in Fahrtrichtung Amsterdam gerufen. Die Ladung – Fässer mit bitumenhaltigen Farben – hatte sich über die Fahrbahn ergossen und bedeckte den Mittel- und die Seitenstreifen der Bahn zentimeterdick. Zu schwerwiegenden Umweltschäden kam es jedoch nicht. Die Autobahn musste aufgrund der aufwendigen Bergungsarbeiten über 36 Stunden gesperrt werden. Nach ersten Schätzungen entstand ein Schaden von einer halben Millionen DM. Auf über 800 Stunden kamen die Aktiven aus Salzbergen bei diesem Einsatz. Einige Kameraden waren dabei ununterbrochen 36 Stunden vor Ort.

05.12.1994
Brand der Fackelleitung HR2 auf dem Werksgelände der Firma SRS in Salzbergen. Beim Versuch in die Fackelleitung eine Steckscheibe zu setzen war es zu einer Verpuffung mit der Entzündung des in der Leitung vorhandenen Rest-gases gekommen. Es kam zu leichten Verletzungen eines Mitarbeiters der SRS. Die FF Salzbergen übernahm nach ihrer Alarmierung die Kühlung des gefährdeten Bereiches um eine Ausweitung des Feuers zu verhindern. Bei Einsatz von 500 kg Löschpulver konnte der Gasbrand gelöscht werden. Als Kühlmittel wurden 250.000 Liter Wasser verbraucht.

13.01.1995
Wiederum musste die FF Salzbergen zu einer Tierrettung auf einem Hof in Ortsteil Hummeldorf ausrücken. 7 Kühe waren in einen Güllekanal geraten und konnten von den Wehrmännern gerettet werden. 20 Aktive waren jeweils über 5 Stunden im Einsatz.

01.07.1995
Brand einer Industrieanlage auf dem Gelände der SRS. 34 Aktive waren hier jeweils über 4 Stunden im Einsatz.

16.12.1995
Verkehrsunfall mit 2 eingeklemmten Personen im Ortsteil Holsten – Bexten. Beide konnten aus ihren Fahrzeugen von den Wehrleuten befreit werden.

Allein 10 mal wurde die FF Salzbergen in dem Jahr 1995 zu Einsätzen auf die Bundesautobahn BAB 30 gerufen. Es handelte sich hierbei um Böschungsbrände, technische Hilfeleistungen und Menschenrettungen nach Verkehrsunfällen. Bei den Verkehrsunfällen wird hier mit Rücksicht auf die Angehörigen der verunglückten Personen bewusst auf nähere Schilderungen der Unfallhergänge verzichtet.

09.03.1996
Brand des Fahrerhauses einer Zugmaschine eines litauischen LKW auf dem Rasthof Holsterfeld. Mit einem Schaummittel-Angriff konnte das Feuer rasch gelöscht werden. 17 Aktive leisteten hierbei 51 Einsatzstunden.

02.04.1996
Absperrmaßnahmen bei einer Bomben-Entschärfung. Nach Auswertungen von alten Luftaufnahmen konnte bei der Suche nach Blindgängern in einer Tiefe von ca. 2,50 m eine 125 kg schwere, englische Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg in unmittelbarer Näne der SRS Salzbergen entdeckt werden. Einige Anwohner mussten evakuiert werden. Für die Entschärfung war es erforderlich, die Bahnstrecke Rheine-Emden zu sperren.

15.04.1996
Nachbarschaftliche Löschhilfe bei einem Waldbrand in Emsbüren-Bernte. Die 28 Aktiven der FF Salzbergen leisteten bei diesem Einsatz insgesamt 180 Stunden.

20.10.1996
An diesem Sonntag Abend um 23.04 Uhr wurde der Einsatzleitstelle der Brand eines Wohnhauses am Bruchweg gemeldet. Die FF Salzbergen rückte mit 6 Fahrzeugen aus. Um 23.44 Uhr war das Feuer unter Kontrolle. Es gab keine Verletzten. Der Sachschaden belief sich auf ca. 50.000 DM.

05.01.1997
Gegen 21.40 Uhr wurde die FF Salzbergen zu einem Großunfall auf der A 30 gerufen. An dem Unfall mit 3 leicht- und einer schwerverletzten Person waren ein Kleintransporter, ein PKW und ein Tanklastzug, voll beladen mit Fischöl, beteiligt. Die Autobahn musste beidseitig gesperrt werden. Das Leck des Tanklastzuges, aus dem das übel riechende Fischöl auslief, konnte von den Wehrleuten abgedichtet werden und der restliche Inhalt wurde in ein anderes Fahrzeug umgepumpt. Die 46 Aktiven der FF Salzbergen leisteten insgesamt über 390 Einsatzstunden. Zur Erinnerung an diesen Unfall wurde dem damaligen Gemeindebrandmeister B. Puls bei seiner Verabschiedung am 24.07.1997 ein getöpferter Fisch vom Gemeindedirektor K.-H. Mäteling überreicht.

24.06.1997
An diesem Abend wurde B. Puls aus seinem Amt als Gemeindebrandmeister verabschiedet und Hubert Dartmann vom Gemeindedirektor Mäteling zu seinem Nachfolger ernannt. Noch am gleichen Abend erhielt der neu ernannte Gemeindebrandmeister seine erste Bewährungsprobe. Um 23.42 Uhr alarmierte die Leitstelle des Landkreises die Wehr aus Salzbergen. Im Keller eines Mehrfamilienhauses am Ahornweg war ein Feuer ausgebrochen. Die sofort eintreffenden Feuerwehren aus Salzbergen und Rheine konnte ca. 60 teilweise noch schlafende Bewohner des Hauses unter schweren Atemschutz evakuieren. Die Kinder, Frauen und Männer konnten in der Turnhalle der Grundschule Salzbergen untergebracht werden. Der Brand war gegen 1.30 Uhr gelöscht. Die 38 Aktiven der Wehr aus Salzbergen leisteten 152 Einsatzstunden.

30.08.1997
In einem Badesee am Kanal in Venhaus wurden „Piranhas“ vermutet. Deshalb rückten 6 Aktive der Ff Salzbergen gegen 21.45 Uhr aus, um eine Sicherheitswache zu stellen. Diese endete für die Wehrleute nach 13 Stunden gegen 10.45 am anderen Morgen. Der Verdacht, dass sich die in unserer Gegend an sich seltenen, jedoch für Badegäste nicht ungefährlichen Fische, in diesem Gewässer aufhalten würden, bestätigte sich jedoch, Gott sei Dank, nicht.

13.01.1998
Zu einem Gebäudebrand mussten kurz vor Mitternacht die FF Salzbergen ausrücken. An der Diekenhookstrasse in Hummeldorf brannte es in einem Klubhaus. Dank des schnellen Einsatzes der Wehr, die mit 6 Fahrzeugen und 26 Aktiven ausgerückt war, konnte das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht und größerer Schaden verhindert werden.

28.03.1998
Brand eines Geräteschuppens und der Werkstatt am Hofe Timpe in Steide. Das Feuer wurde gegen 0.14 Uhr gemeldet. 30 Wehrleute waren über 3 Stunden im Einsatz und konnten durch ihre Löscharbeiten ein übergreifen auf andere Gebäudeteile verhindern.

14.04.1998
Einsatz auf dem Hofe Kleinhölter in Holsten. Hier musste ein Scheunenbrand gelöscht werden. 40 Aktive der Wehr aus Salzbergen leisteten über 200 Stunden Einsatzdienst und konnten auch hier schlimmeres verhindern.

08.09.1998
Brand in einem Außenlager der Firma Vacu-Form-Kunstoffverarbeitung im Industriegebiet in Hummeldorf. Auch hier konnte durch das rasche Eingreifen der 42 Aktiven der FF Salzbergen ein Übergreifen des Feuers auf die anderen Lagerräume und Fabrikationshallen der Firma verhindert werden. Das Feuer war nach insgesamt 3 Stunden komplett gelöscht.

22.09.1998
Nach Reparaturarbeiten an einer Propangasleistung war es zu einem Brand in der Schmierstoffraffinerie Salzbergen gekommen. Ein Kindergarten und eine Schule mit 460 Kindern sowie 15 Häuser wurden vorsorglich evakuiert. Es konnte nicht ausgeschlossen werden, dass sich das Gas plötzlich unkontrolliert ausbreitet und explodiert. Das um 10.16 Uhr ausgebrochene Feuer konnte von der Werksfeuerwehr der Raffinerie und der FF Salzbergen schnell unter Kontrolle gebracht werden. Es wurden zeitweise ca. 12.000 Liter Wasser pro Minute gefördert. Das Löschwasser wurde in eigens dafür vorgehaltene Rückhaltebecken geleitet. Verletzt wurde niemand und auch der Sachschaden hielt sich in Grenzen. Die Gesamt-Einsatzdauer für die 43 Wehrmänner belief sich auf 437 Stunden.

Ende August/Anfang September 1998
war der Einsatzleitwagen der FF Salzbergen mit Besatzung als Führungsfahrzeug des Kreisbereitschaftszuges des Abschnitts Süd über Tage pausenlos im Hochwasser–Katastrophengebiet im Raum Haselünne im Einsatz. Einige Ortschaften waren durch das Wasser eingeschlossen.

27.05.1999
Gegen 18.20 Uhr wurde die FF Salzbergen alarmiert. In den Geschäftsräumen eines Radio- und Fernsehgeschäftes an der Bahnhofstrasse war ein Feuer ausgebrochen. Der Brand konnte von den 38 Aktiven schnell unter Kontrolle gebracht und ein Übergreifen auf die Wohnräume des Gebäudes verhindert werden.

27.07.1999
Brand im Ferkelstall des Bauern Dalsing an der Rheiner Strasse. Der Stall brannte in voller Ausdehnung, konnte aber von der Wehr schnell unter Kontrolle gebracht werden. Inklusive der Nachlöscharbeiten dauerte der Einsatz für die 38 Aktiven über 2 Stunden.

28.05.2000
Beseitigung von Sturmschäden nach einem Unwetter. Zahlreiche Strassen und Wege waren durch umgestürzte Bäume blockiert und mussten geräumt werden. Hierbei wurden von den Aktiven der FF Salzbergen über 130 Einsatzstunden geleistet.

10.08.2000
Nachbarschaftliche Löschhilfe bei einem Wohnungsbrand in Spelle. Hier wurde speziell die Drehleiter DL18/12 der Wehr aus Salzbergen angefordert. 28 Aktive waren je 2 Stunden im Einsatz.

01.-03.09.2000
Bei der Gewerbeschau der Gemeinde Salzbergen „Event 2000“ leisteten die Wehrfrauen und –männer über 150 Stunde Hilfeleistungsdienst in Form von Parkplatzeinweisungen, Brandwachen usw.

14.12.2000
Beim Brand der Haupt- und Realschule an der Steider Strasse war ein Schaden von ca. 500.000 DM entstanden. Das Feuer zerstörte einen Klassenraum und weitere Klassenräume wurden durch den nach oben ziehenden Rauch in erheblichem Umfang in Mitleidenschaft gezogen. Der Feuerwehr Salzbergen war es schnell gelungen, den Brand unter Kontrolle zu bringen.

28.04.2001
„Salzbergener Feuerwehr verhinderte Katastrophe“, so lautete die Überschrift zu einem Bericht in der Lingener Tagespost über den Einsatz am Samstagmorgen um 7.45 an der Raststätte Holsterfeld. Beim Betanken seines LKW stellte der Fahrer ein zischendes Geräusch fest. Die Ursache war abblasendes Gas aus einer sich auf der Ladefläche befindenden Acetylenflasche. Das Ventil hatte sich aus unbekannten Gründen geöffnet. Die alarmierte FF Salzbergen sperrte sofort die Umgebung ab. Den Einsatzkräften gelang es, die undichte Flasche zu schließen, die Gefahr war somit gebannt. Der LKW mit Anhänger war mit 150 vollen, in Containern gebündelten, Acetylenflaschen beladen.

27.06.2001
Ein schweres Gewitter mit wolkenbruchartigen Regenfällen überflutete Straßen und Unterführungen und setzte Keller unter Wasser. Zirka 100 Hilfeersuchen aus dem südliche Emsland erreichten die Rettungsleitstelle des Landkreises Emsland. Besonders stark betroffen war auch die Gemeinde Salzbergen. Für die Feuerwehr hatte der „heiße“ Abend mit einem Brandeinsatz begonnen. Im Holsterfeld war ein Wohnwagen ausgebrannt. Personen kamen nicht zu Schaden. Die Fahrzeuge wurden von dieser Einsatzstelle gegen 19.00 Uhr direkt zu den ersten Hilferufen von Hausbewohnern, die bereits Keller oder Garagen unter Wasser hatten, alarmiert. Bis zum folgenden, späten Nachmittag hatten die Einsatzkräfte alle Hände voll zu tun. Allein in Salzbergen standen ca. 50 Keller unter Wasser. Auch das Gemeindezentrum war „abgesoffen“. Dazu hatte es noch eine Gaststätte im Ortskern schwer erwischt. Die Wehr wurde bei dem Unwetter auch mit Pumpen von der Feuerwehr aus Rheine unterstützt, reichten doch die eigenen bei weitem nicht aus. Auch zahlreiche Bäume waren umgestürzt und auf den Dächern von Wohnhäusern und anliegenden Gebäudeteilen gelandet. Insgesamt war in Salzbergen erheblicher Sachschaden entstanden und so manch einer würde diesen Mittwoch Abend so schnell nicht vergessen.

10.11.2001
Brand einer Garage am Wohnhaus der Familie Hülsing an der Markuskirche. Das Feuer wurde gegen 23.00 Uhr gemeldet. Durch die schnellen, gezielten Löscharbeiten der 44 Aktiven konnte ein Übergreifen des Feuers auf das Wohngebäude verhindert werden. Dieser Löscheinsatz konnte gegen 3.00 Uhr in der Früh abgeschlossen werden.

02.01.2002
Brand des Wohnhauses Wehkamp an der Schüttorfer Strasse. Das Gebäude brannte in voller Ausdehnung. Personen kamen nicht zu Schaden. Die 34 Aktiven der FF Salzbergen leisteten insgesamt 238 Einsatzstunden.

August 2002
Katastrophen-Einsatz von 12 Aktiven der Wehr aus Salzbergen bei der Elbe-Flutkatastrophe. Es wurden 768 Einsatzstunden geleistet. Nach verheerenden Unwettern und Regenfällen war der Sommer 2002 zu einem Hochwassersommer geworden. In Europa starben Dutzende von Menschen, Zigtausende mussten ihre Häuser verlassen und verloren Hab und Gut. Mit 120 Feuerwehrleuten und 19 Fahrzeugen rückte am frühen Samstagmorgen die Feuerwehrbereitschaft des Abschnittes Emsland – Süd in Richtung Elbe aus, um dort einen Beitrag zur Sicherung des vom Durchbruch bedrohten Deiches im Amt Neuhaus zu leisten. Bis zum darauffolgenden Montag war man Tag und Nacht unermüdlich im Einsatz, um den Kampf gegen die Fluten erfolgreich zu bestehen. Ein großes Problem stellte nach Aussage von den Aktiven auch die Mückenplage dar.

12.05.2002
Streckensicherung bei der Durchfahrt der Radrundfahrt „Giro d´ Italia“, die auch Salzbergener Gebiet passierte. Hier waren 54 Frauen und Männer der Wehr aus Salzbergen je 7 Stunden im Einsatz

23.10.2002
Vollalarm um 6.57 Uhr für die Freiwilligen Feuerwehren Salzbergen und Emsbüren. Mit elf Fahrzeugen und 55 Einsatzkräften waren die Wehren angerückt. Beim Bauern Venbert in Vorbexten stand eine zirka 100 Meter lange und 20 Meter breite Scheune in Flammen. 150 Schweine konnten aus ihren Ställen nicht mehr gerettet werden. In einem anderen Teil der Scheune stand eine Maistrocknungsanlage in Brand. Man musste sich darauf beschränken den Brandherd einzugrenzen und angebaute sowie nebenliegende Gebäude zu schützen. Über eine Entfernung von mehreren hundert Metern wurde die Wasserversorgung der Löschfahrzeuge aus der Ems sichergestellt. Die 32 Aktiven der Wehr aus Salzbergen leisteten 288 Einsatzstunden.

27.10.2002
Insgesamt 264 Einsatzstunden wurden von den Freiwilligen bei der Beseitigung von diversen Sturmschäden nach einem Unwetter an diesem Tag erbracht.

15.07.2003
Gegen 14.25 Uhr geriet auf der Tank- und Rastanlage Holsterfeld ein LKW in Brand. Als die FF Salzbergen anrückte, brannte der Sattelzug bereits lichterloh. Ein völliges Ausbrennen der Zugmaschine konnte nicht verhindert werden. Der Sachschaden belief sich auf über 100.000 Euro.

08.09.2003
Der Brand eines mit Folie beladenen Sattelzugs rief die Feuerwehren Schüttorf und Salzbergen auf den Plan. Der LKW-Fahrer bemerkte während seiner Fahrt auf der A 30 einen brennenden Reifen am Auflieger. Er konnte den Sattelzug auf einen Rastplatz steuern und die Zugmaschine abkoppeln. Eigene Löschversuche scheiterten. Schwierigkeiten breitete den Wehren das Brennverhalten der geladenen Polyethlenfolie. Starke Rauentwicklung und enorme Hitze erschwerten die Löscharbeiten, die nur mit Einsatz von großen Mengen Schaummitteln zum Abschluss gebracht werden konnten. Die FF Salzbergen war mit 28 Aktiven über je 6 Stunden vor Ort.

21.09.2003
Lichterloh brannte an diesem Sonntagmorgen gegen 5 Uhr ein ehemaliges Bordell an der Feldstrasse im Holsterfeld. Neben dem Haupthaus brannte auch ein in unmittelbarer Nähe stehendes kleines Gebäude. Die Einsatzleitstelle alarmierte die Freiwilligen Feuerwehren Salzbergen und Emsbüren, die mit 51 Einsatzkräften und 12 Fahrzeugen anrückten. Nach über 8 Stunden Löscharbeiten konnten die Einsatzstelle übergeben werden.

06.11.2003
Brand eines Wirtschaftgebäudes auf dem Hofe Lölver in Holsten. 35 Aktive der Wehr aus Salzbergen erbrachten über 315 Einsatzstunden mit den Löscharbeiten. Es brannte eine Scheune mit Stroh. Ein Ausbreiten des Feuers auf andere Gebäudeteile konnte verhindert werden.

11.06.2004
Ein umgestürzter LKW, mehrere Stunden Sperrung der A 30, sowie ein Sachschaden von über 100.000 Euro war die Bilanz bei einem Unfall an diesem Freitagabend gegen 18.30 Uhr. Der LKW war gegen die Mittelleitplanke geprallt. Dabei stürzte das Fahrzeug um und kam auf die Gegefahrbahn. Die FF Salzbergen war mit sechs Fahrzeugen und 38 Helfern über 3 Stunden im Einsatz.

16.06.2004
Schon von weitem sahen die Aktiven der FF Salzbergen dichte, schwarze Rauchschwaden über Holsterfeld. Um 8.20 Uhr ging in Salzbergen die Meldung ein, dass die Spielothek am Rastplatz brennt. Die Kameraden der Wehr aus Rheine wurden unmittelbar zur Verstärkung alarmiert. Bei Eintreffen der Löschfahrzeuge brannte die Spielhalle bereits lichterloh. Wegen der enormen Hitze- und Rauchentwicklung wurde eine Wärmebildkamera eingesetzt, um so Brandherde zu lokalisieren und besser bekämpfen zu können. Der Sachschaden wurde auf über eine Millionen Euro geschätzt.

20.10.2004
Ein Autotransporter aus Belgien war in dieser Nacht auf der A 30 bei Salzbergen verunglückt. Der Fahrer zog sich leichte Verletzungen zu. Der mit sieben hochwertigen Gebrauchtwagen beladene Transporter war gekippt und quer zur Fahrbahn liegen geblieben. Vom Anhänger waren 2 Autos auf die Fahrbahn gefallen und völlig demoliert. Die Bergungsarbeiten für die 17 Aktiven der FF Salzbergen dauerten über 4 Stunden. Die A 30 war hierfür in Richtung Osnabrück bis zum Morgen gesperrt.

13.02.2005
Einen Schaden von ca. 800.000 Euro verursachte an diesem Sonntag morgen nach ersten Schätzungen ein Großfeuer an der Siemensstrasse im Industriegebiet im Nachbarort Emsbüren. Um 5.13 Uhr schrillten in Emsbüren die Sirenen. Beim Eintreffen der ersten Einsatzfahrzeuge schlugen die Flammen bereits aus dem Dach einer ca. 50 mal 40 Meter großen Halle mit integrierten und angebauten Büroräumen. Sofort wurde von der Einsatzleitung Vollalarm auch für die Freiwilligen Feuerwehren Salzbergen und Bramsche gegeben. Von der Ortsfeuerwehr Lingen rückten der Schlauchwagen und ein Fahrzeug mit Atemluftflaschen aus. Trotz massiven Einsatzes der über 120 Einsatzkräfte der Wehren konnte eine Brandausdehnung auf die ganze Halle nicht verhindert werden. Messungen der Rauchwolke ergaben keine Gefahr für die Bevölkerung. Den ganzen Tag waren die Einsatzkräfte damit beschäftigt, das brennende Material aus Holz, Kunststoff und Farben in der bis auf die Umrandungsmauern ausgebrannte Halle zu löschen. Zeitweise wurde auch ein Schaumwerfer eingesezt. Die 32 Aktiven der FF Salzbergen leisteten bei diesem Einsatz nachbarschaftlicher Löschhilfe insgesamt 320 Einsatzstunden.

25.11.2005
Aufräumarbeiten nach heftigen Schneefällen. Durch die für unsere Bereiche ungewohnt lang andauernden und intensiven Schneefälle waren, bedingt durch die enormen Lasten, Bäume umgestürzt und immer wieder brachen schwere Äste aus den Baumkronen, blockierten Fahr- und Gehwege oder drohten auf Gebäudeteile zu stürzen. Strommasten waren in Nachbargemeinden umgeknickt und somit die gesamte Stromversorgung unterbrochen worden. Die Aktiven der FF Salzbergen waren bereits am frühen Mittag dieses Schneechaos-Tages zu ersten Einsätzen alarmiert worden. Diese zogen sich dann über die ganze Nacht hindurch bis zum späten Abend des folgenden Tages.

Fazit:
Die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Salzbergen hat in den nun schon 125 zurückliegenden Jahren in jeder Hinsicht immer wieder unter Beweis stellen können, dass sich Bürgerinnen und Bürger nicht nur stets auf sie verlassen konnten und können, sondern das die Feuerwehr einen maßgeblichen Beitrag für das Sicherheits- und Schutzbedürfnis und den Standard an Lebensqualität für die Allgemeinheit leistete, getreu dem Motto: Feuerwehr – Dein Partner in der Not !
Trotz moderner Technik kann auch heute noch jeder Einsatz eine Gefahr für Leib und Leben einer/s jeden Feuerwehrfrau/mannes mit sich bringen. Diese Tatsache wird in unserer technik-gläubigen Zeit oft verdrängt. In Teilen der Presse, der Bevölkerung sowie manchmal auch in den politischen Gremien wird der Eindruck vermittelt, die Feuerwehr wäre eine große und viel zu teure Spielwiese für das Ego der Feuerwehrmitglieder. Die Fahrzeuge und Geräte, die für eine Notsituation vorgehalten werden, dienen nicht dazu den Spieltrieb Erwachsener zu befriedigen, sondern ausschließlich dafür, ganz konkrete Gefahren für Leib, Leben und Sachwerte abzuwenden und Rettungsmöglichkeiten zu schaffen.

Einsatzwillen, der Gedanke, anderen in Not zu helfen, Leistungsbereitschaft und Kameradschaftsgeist – das waren die Leitgedanken der Männer die sich im Jahre 1881 zusammenfanden und unsere Wehr gründeten. Diese Einstellung ist es auch heute noch, die Frauen und Männer dazu bewegt, sich freiwilligen zum Schutze ihrer Gemeinde und ihrer Mitbürger zur Verfügung zu stellen. Das sich auch in Zukunft Freiwillige zusammenfinden um anderen Menschen in der Not zu helfen ist unser aller Wunsch.

Wir, die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Salzbergen betrachten uns als eine große Familie. Auch unsere Angehörigen sind von unserer ehrenamtlichen Tätigkeit beroffen, ganz gleich, ob es Ehepartner, Eltern, Großeltern, Geschwister, Kinder oder Freunde und Freundinnen sind. Auch Sie müssen oft auf gemeinsame Freizeit verzichten. So manch geplanter Familienausflug ist schon einem Einsatz zum Opfer gefallen.
Unsere Angehörigen werden ebenso wie wir aus dem Schlaf gerissen, wenn unsere Alarmempfänger in der Nacht schrillen. Sie machen sich Sorgen um uns, wenn wir unsere oft auch gefahrvolle Arbeit ausüben.

Jeder Aktive bringt also seine Angehörigen in seinen Dienst mit ein. Allen diesen Angehörigen, Freunden, etc. gebührt hierfür an dieser Stelle unser aller herzlichster Dank !

 

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